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Jugendfilmwerkstatt

Aus der Laudatio des Jury-Mitglieds Günter Jekubzik:

Bevor ich den Sieger der Kategorie Dokumentation bekanntgeben darf, möchte ich vor einer besorgniserregenden Beobachtung erzählen, die uns bei der Sichtung der Filme aller Kategorien aufgefallen ist. Besser gesagt, eine Nicht-Beobachtung. Denn während der richtige Song für das gerade gewünschte Gefühl immer schnell gefunden wurde, waren erschreckend wenig gute Bilder zu sehen. Es gab Geschichten, Ideen, Schauspieler, Dialoge und auch viel Text – aber großartige oder ungewöhnliche oder irgendwie anders auffällige Einstellungen waren selten. Vielleicht muss man doch eine Klage von Peter Greenaway ernst nehmen. Der britische Regisseur erhielt genau an dieser Stelle vor einem Jahr den Medien-Innovationspreis der Irene-Ludwig-Stiftung und begeisterte mit einer grandiosen Multimedia-Show als VJ, als Video-Jockey. Greenaway beklagt und bekämpft einen visuellen Analphabetismus in unserenGesellschaften. Und auch wir in der Jury haben spontan überlegt, dass es so etwas wie visuelle Bildung an den Schulen geben sollte.

Doch nun Schluss mit dem Klagen und hin zum Loben und belobigen, denn das ist mein Job hier: Ich darf die Entscheidung einer Jury verkünden, in der mit Jeremy Hamers, Tom Meffe und Bernd Mosblech gleich drei preisgekrönte Dokumentar-Filmer mit entschieden haben. Auf diesen Preis kann man sich also besonders viel einbilden!

Der Gewinner des Ersten Euregionalen Jugendfilmpreises inder Kategorie Dokumentation verzichtet auch auf Bilder, aber diesmal sehr raffiniert und bewusst, Im Vergleich zu anderen visuell eher lauten Stadtansichten, sieht man nichts von der porträtierten Stadt. Trotzdem macht dieser freche Spaziergang Spaß und tatsächlich bei einem Jury-Mitglied Lust au fBurscheid. Der Sieger bei den Dokumentationen ist „Rumlaufen in Burscheid".

Hier das Meisterwerk:

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